Schießsport Ovenhausen

Deutsche Meisterschaft 2018 LG 10 Meter

Martin Bahr verpasst Gold um drei Zehntel
Schießsport: Der Schütze vom HSV Ovenhausen wird Zweiter bei den Deutschen Meisterschaften | Stand 01.11.2018, 10:53 Uhr
Ovenhausen (um). Bei den deutschen Meisterschaften im Kleinkaliberschießen in Hannover schoss Martin Bahr, Sportschütze des Heimat- und Schützenvereins Ovenhausen, schon sehr stark, verpasste aber die Medaillenränge. Doch eine Woche später bei den Deutschen Meisterschaften im Luftgewehr-Schießen in Dortmund veredelte Bahr seine gute Form und holte sich die Silbermedaille – alle 30 Schuss aus zehn Metern setzte er in die Zehn und verpasste am Ende nur hauchdünn die Goldmedaille und den deutschen Meistertitel.

In überragender Form: Martin Bahr vom HSV Ovenhausen zeigt stolz seine Silbermedaille bei den Deutschen Meisterschaften im Luftgewehrschießen.
„Nur drei Zehntel fehlten zum ersten Platz. Die Siegerehrung und die Nationalhymne zu hören war berauschend, einfach klasse“, freute sich der Ovenhausener über den Erfolg in dieser Disziplin, für die sich insgesamt 1.680 Schützen qualifiziert hatten.
Martin Bahr legte gleich furios los: Schon der erste Probeschuss war eine 10,9. Der zweite auch – ein Raunen ging durch den großen Schießraum, wo zeitgleich immer 115 Schützen starten und sich alle Zuschauer aufhalten.
„Die Anzeige erfolgt über Monitore, so dass jeder jeden Schuss von jedem Schützen nachvollziehen kann. Ich musste mich dann selber erst einmal wieder beruhigen, es ist ja nicht normal so zu starten“, erklärt Bahr.
Die erste Serie endete mit 106,3, auch in der zweiten Serie (106,1) gab es keinen Einbruch. „Zum Ende hin flattern dann die Nerven ein bisschen mehr, wenn man das Endergebnis im Kopf hochgerechnet schon vor Augen
hat“, so Bahr, der eine 104,9 nachlegte. Insgesamt waren alle 30 Schuss von Martin Bahr in der Zehn – also 300 und in der Zehntelwertung top 317,3. Das bedeutete erst einmal Platz eins, aber es kamen noch rund 200
Schützen – langes Warten war angesagt. Doch von allen späteren Schützen schaffte es nur einer, minimal besser als Bahr zu schießen. Die Vizemeisterschaft war ihm sicher.
Bei seinen Mannschaftskollegen Jürgen Todt und Ewald Hanke sowie Karl-Josef Herdick vom BSV Brakel lief es nicht ganz so gut.
Jürgen Todt, der bei seiner DM-Premiere noch sehr nervös war, kam auf ein Gesamtergebnis von 307,4 Ring.
Von dem eher unterdurchschnittlichen Ergebnis war Todt enttäuscht. Ewald Hanke nahm sich vor, die 315 zu
erreichen. Die erste Serie beendete er mit 102,7, in der zweiten Serie hatte er sich gefangen und beendete diese mit 105,8. Die dritte Serie (103,8) lief auch gut bis zum letzten Schuss, der in die Neun ging und ihn weit nach
hinten durchreichte. Mit 312,3 Ring wurde er 84. Karl-Josef Herdick erreichte 312,4 Ring und wurde damit 98. von 280 Schützen in seiner Altersklasse.
In der Mannschaftswertung kam der HSV Ovenhausen mit Jürgen Todt, Ewald Hanke und Martin Bahr auf Rang
30.